Itaipú

Itaipù bedeutet – „Stein der singt“, das zweitgrößte Wasserkraftwerk der Welt.

Heute morgen in der früh, bei Sonnenaufgang, siehe Foto, erstmal mit dem Taxi zum Flugenhafen. 8.30 Uhr ging es mit dem Flieger vom kleinen Stadtflughafen in Rio über Sao Paolo nach Foz de Iguaçu. Wir landeten auf einen kleinen Flugplatz mitten im Dschungel.
Unser Hotel http://www.aguasdoiguacuhotel.com.br hatte für uns netterweise einen Abholservice geschickt und so waren wir gegen 13.30 Uhr bereits im Hotel.
Leider wurde uns dort mitgeteilt, das es für einen Trip zu den Wasserfällen zu spät war, da man fast eine Stunde Anfahrt ab Busbahnhof Urbano brauchte und von dort noch zu den Aussichtspunkten….18.30 Uhr schließt der Naturpark.
Aber Itaipu, das Kraftwerk, wäre näher dran, das könnte man noch besichtigen.
Nach kurzem Zimmercheck ging es gleich zu besagten Busbahnhof, (gleich um 2 Ecken vom Hotel entfernt) um mit der Bus Linie 102 zum zweitgrößten Wasserkraftwerk der Welt zu fahren.
Und wir hatten Glück, für die Führung der Außenanlagen 16 Uhr noch Karten zu bekommen, mit einem Filmvortrag vorneweg. Die Führung kostet 26 REais p. Person, umgerechnet ca. 8 € mit anschließender Besichtigungstour in einem Cabrio- Bus. Es war wieder solch ein heißer Tag, es waren 34 Grad, gefühlt wie 40 Grad.
Es war trotz der Hitze eine Überraschung, solch monumentales Bauwerk aus der Nähe zu besichtigen, bzw. auch noch über den Staudamm zu fahren, wir durchquerten dabei Paraguay. Die Fahrt endete am Stausee, wo tote Bäume wie bleiche Knochen aus dem Wasser ragten, der frühere Wald, ein sehr skurriles Bild vor roter Erde.
Wer es schafft, sollte besser die große Führung von 2,5 Stunden buchen, hier gibt es eine Besichtigung des Kraftwerks und mit anschließender Außentour, das soll noch weitaus interessanter und informativer sein.

Die Daten und Fakten – Itaipú
Bis zur Fertigstellung des Drei-Schluchten-Stausees in der Volksrepublik China im Jahr 2006 war Itaipu bezüglich der Leistung das größte Kraftwerk der Erde …

Itaipú (im Portugiesischen Itaipu) ist der Name eines Wasserkraftwerkes und des dazugehörigen Stausees an der Grenze zwischen Paraguay und Brasilien.

Auf einer Fläche von 1350 km² bei einer Länge von etwa 170 km wird der Paraná aufgestaut. Die dazugehörige Stauanlage ist 7760 m lang und knapp 200 m hoch.

Das Kraftwerk ist ein Gemeinschaftsprojekt Paraguays und Brasiliens (daher auch die Bezeichnung Itaipu Binacional). Der Bau wurde 1975 begonnen und 1991 fertiggestellt. Vorher gingen seit Mai 1984 jährlich zwei bis drei der insgesammt 20 Turbinen ans Netz. Die installierte Leistung der insgesamt 18 Turbinen betrug bis 2004 12.600 Megawatt (MW). Seit Anfang 2004 ist eine Erweiterung um zwei Turbinen in Betrieb, die Gesamtkapazität des Kraftwerkes beträgt jetzt 14.000 Megawatt. Im Mittel produziert das Kraftwerk jährlich 95 Mio. MWh elektrische Energie bei einem Wasserdurchfluss von durchschnittlich 10.500 m³/s. Es deckt etwa 95% des paraguayischen und knapp 25% des brasilianischen Strombedarfs.

Bereits zwei der 20 Turbinen haben fast den gleichen Wasserdurchfluss (je 700 m³/s) wie die nahegelegenen imposanten Wasserfälle von Iguazú.

Die auf der Seite von Paraguay befindlichen Generatoren erzeugen Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hz. Das brasilianische Netz arbeitet aber mit 60 Hz. Da der Großteil der in Paraguay erzeugten elektrischen Energie nach Brasilien exportiert wird, wird der Strom aus Paraguay erst in Gleichstrom umgewandelt und dann nach São Paulo transportiert, wo er dann auf 60 Hz umgewandelt wird.

Nahaufnahme der Staumauer, die Fenster des Betriebsgebäudes vermitteln den Maßstab. Bis zur Fertigstellung des Drei-Schluchten-Stausees in China war Itaipú das größte Wasserkraftwerk der Welt. Aufgrund der hohen Auslastung der Turbinen bleibt Itaipú hinsichtlich der Jahresenergieproduktion weiterhin an erster Stelle.

Wie üblich, so steht der sauberen Energieerzeugung durch Wasserkraft auch eine schmutzige Seite gegenüber. Auch wenn die Relation zwischen dem Eingriff in die Natur aufgrund der enormen Menge der produzierten Energie bei Itaipú im Vergleich zu anderen Wasserkraftwerken günstiger ist, hat seine Errichtung der Umwelt irreparable Schäden zugefügt. Einige Tausend Ureinwohner verloren für immer ihre Heimat, insgesamt mussten etwa 40.000 Menschen – vor allem Guarani-Indianer – umgesiedelt werden. Für die Errichtung des Stausees wurden große Flächen subtropischen Regenwaldes abgeholzt. Noch größere Flächen verschwanden ebenso in den Fluten wie auch die Wasserfälle Sete Quedas bei Guaíra, die denen von Iguazú nahezu ebenbürtig gewesen sein sollen. Durch den Bau kam es zu einem Massensterben von Papageien.

Abends waren wir auf der Suche nach einem gutem Restaurant in Foz de Iguaçu, was gar nicht so einfach in dem 200 000 Seelen Ort ist. Es gibt zwar etliche einfache Speiserestaurants mit roten Plastikmöbeln, aber nichts was uns zugesagt hätte. 20.30 Uhr wirkt die Stadt bereits etwas verschlafen. Dann auf Empfehlung zum Abendessen in der Cantina 4 Sorelle: Das Ambiente ist gut, Service sehr gut, jedoch beim Essen musste man Abstriche machen. Die intalienische Küche entspricht nicht unseren Vorstellungen. Wir waren mit einer Guppe von 7 Leuten und mehr als die Hälfte hatte sich das Essen anders vorgestellt (Konsistenz, Würze) und 2 Essen sind komplett zurück gegangen.

3 Gedanken zu “Itaipú

    1. Hallo Sylka, liebe Grüße von uns an Dich und Deine Familie. Grüße auch mal die Krausens von uns. Wir hatte mit den Wasserfällen ganz schön zu tun, uns tun so die Füße weh, Lutz hat sich etliche Blasen gelaufen. Wir machen hier alles mit Öffentlichen Bussen, das ist am billigsten, ca.1 € pro Fahrt, dauert halt länger und man muß aufpassen, richtig aus und einzusteigen😊
      Bis bald
      Liebe Grüße Renate und Lutz

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