Erlebnis Sambodromo

Eines können wir sicher sagen: Die Brasilianer und Brasilianerinnen können Karneval, ganz egal bei welchem Wetter und mit wieviel Leuten.

Nach dem herrlichen Strandtag am Ipanema gab es am Abend bei Claudine ein leckeres Abendessen. Gegen 20 Uhr brach in Rio ein gewaltiges Gewitter los, mit vielen Blitzen, laut grollenden Donner und mächtig viel Regen, der nicht aufhören wollte. Trotz des Regens machten wir uns gegen 21 Uhr auf den Weg, um zum Sabadromo zu kommen. Na, das war schon ein Abenteuer für sich, da kein Taxifahrer bereit war, dorthin zu fahren, weil die Straßen hoffnungslos verstopft waren, mit Umzügen, feiernden Menschen und stehengeblieben Autos, es war wie ein Ausnahmezustand. Wir haben dann endlich ein Taxi bis zur U Bahn Station bekommen, um nicht gleich am Anfang durchzuweichen, Regenjacken hatten wir an. Und in der U Bahn war es sooooo voll, die Leute waren fröhlich und sangen Karnevalslieder, die Samba Teilnehmer mit ihren Kostümen wollten auch alle mit, es war sehr, sehr eng.
Auch der fast ein Km lange Weg von der Bahn zum Sambodromo im strömenden Regen war eine Herausforderung, man mußte durch tiefe Pfützen waten, Bussen und Autos ausweichen, und alles bei geringer Straßenbeleuchtung.
Endlich waren wir dort und drin. Und schon mal alle pitschenass.
Aber dann- Was soll ich das Beschreiben:
es war so überwältigend, erstmal der Veranstaltungs Ort mit den Tribünen, taghell beleuchet, und alle Menschen standen, sangen und tanzten im Takt auf ihren Plätzen, soweit das möglich war. Und die Umzüge, unglaublich schön, grandios und farbenprächtig, ich glaube, das ist einmalig auf der Welt. Und macht einen sprachlos, wenn man das noch nie live gesehen hat.
Das alles bei strömenden Regen!!!!

Sechs der besten Sambaschulen traten heute zum Wettbewerb an. Jede Sambaschule hatte den Umzug zu einem bestimmten Thema und jede Schule tanzte nach ihrem eigenem Lied, eine einprägende Melodie, welches wirklich alle unentwegt mitsangen, das Publikum und die Tänzer, so lang, wie der jeweilige Umzug dauerte, ca. eine Stunde lang, dann konnten wir das auch mitsingen. Die Lieder wurden schon lange vorher im Radio und Fernsehen publiziert, daher kannten alle den Text und die Melodie.
Und jede Schule hat ca. 4000 bis 6000 Mitglieder, alle machten mit. Es fängt 21 Uhr an und geht bis 4 Uhr in der Früh oder länger. Bei uns fing die Show wegen dem Unwetter erst gegen 22 Uhr an und ging bis 5.30 Uhr.

Schaut Euch die Bilder und Filme an, man kann es nicht in Worte fassen.
Es war ein absolutes Gänsehautfeeling:

Ein weiterer Filmbeitrag …

Und hier kommen die Bilder, wie versprochen. In dieser Galerie ist ein Bild mit 2 Gringos. Wer mag das wohl sein?

Und hier kommen die Passista’s …

Übrigens – nehmt uns unsere Rechtschreibfehler nicht übel, die Artikel entstehen meist Nachts unter Einfluß einiger Caipirinha’s.

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