Land und Leute

Was uns hier in Tirandantes aufgefallen ist: es gibt jede Menge freilaufende Hunde, Mulis und Pferde. Die Tiere fressen wirklich alles, was sie auf der Straße, in Müllecken und in Grünanlagen finden. Auch kam es vor, das uns ein Pferd einfach eine Weile nachgelaufen ist, bis es was Besseres fand.
Abends werden die Pferde und Mulis von einem berittenen Cowboy eingesammelt. Die Hunde sind ganz niedlich und hängen abends organisiert an den Restaurants ab, um einen guten Happen zu ergattern. Es sind nie mehr als 3 Hunde je Restaurant.

Die Leute sind hier als auch in Rio sehr freundlich und aufgeschlossen, man hat immer Zeit für ein kleines Schwätzchen über dies und das und dem Woher und Wohin. Schwierig ist es, wenn man in Spanisch was erfragt, und sogar verstanden wird, aber die Antwort gibt es in Portugiesisch. Am Besten, der Tourist macht ein freundliches Gesicht, nickt mit dem Kopf und tut als wenn er alles verstanden hat. Meistens wird dann weitergeredet, vor allem mit den Händen und irgendwie versteht man sich doch.

Auf den Tischen in Cafes und Restaurants ist die Standardeindeckung Flüssigzucker, Salz, aber kein Pfeffer. Den muß man extra zum Essen bestellen. Das Essen ist köstlich, aber sehr fleischlastig. Die Portionen der regionalen Küche sind riesig und reichen für mindestens 2 Leute. So ein Gericht besteht aus Fleisch (Rind, Schwein oder Huhn), schwarze Bohnen als Püree oder Gemüse, Reis, brasilienischen Grünkohl, gebratenen Wurststücken, knusprig frittierte Schweinschwarte ( das wird wie Chips gegessen ), gerösteten Maniok mit Gewürzen und Bohnen, oder auch mit gedünstete Ocraschoten und Batata Baroa, eine Art Kartoffelpüree.

Glaskrüge mit Säften o.ä. Inhalt werden mit Glasperlen beschwerten Spitzendeckchen gegen die Fliegen abgedeckt. Übrigens eine gute Idee für alte Erbstücke.
Hier fühlten wir uns wie in eine andere Zeit versetzt. Auch die Möbel, alles in Echtholz und vorwiegend antik. Sogar die Sprossenfenster werden mit Häckel- oder Spitzenarbeiten geschmückt, für jedes Fensterchen ein Gardinchen.

Lustig ist eine Kutschfahrt mit einem Zweirädrigen knallbunten Einspänner über die alten Steinplatten auf den steilen Straßen. Man sollte einen guten Magen haben und locker bleiben.

Die Straßen und Gehwege in Tirandentes sind mit riesigen unregelmäßigen, gelben, hunderte Jahre alten Steinplatten belegt, es wird mit der Zeit anstrengend, darüber zu laufen, mit hohen Absätzen geht hier keiner, man hätte schlechte Karten. Man trägt in Brasilien sowieso meistens Hawaiannas, das sind Flip Flops, von elegant bis ganz einfach.

Was uns sonst aufgefallen ist

In Brasilien sind die Fenster und Türen meist vergittert. Häuser von Wohlhabenden haben einen Concierge, die einem die Tür öffnen, bzw. nachfragen, ob man willkommen ist. Es gibt viele Überwachungskameras.

Und das Beste zum Schluß: hier in der Pousada als auch in Rio in den Wohnungen und Hotels gibt es fast immer gepolsterte Toilettensitze.
Was für ein Komfort….☺️

WC Sitz gepolstert

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